Wie viel üben für die Gymiprüfung — und wie?
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Die verbreitetste Vorbereitung ist der lange Samstagnachmittag: zwei, drei Stunden am Stück, meist mit einem Elternteil daneben. Sie fühlt sich produktiv an — und ist die schwächste Form, die es gibt.
Warum verteiltes Üben gewinnt
Der Grund ist unspektakulär. Was man einmal lange übt, ist nach zwei Wochen weitgehend weg; was man mehrfach kurz übt, mit Abstand dazwischen, bleibt. Das gilt für Bruchrechnen wie für Grammatikbegriffe und ist einer der bestbelegten Befunde der Lernforschung.
Praktisch: fünfzehn bis zwanzig Minuten an fünf Tagen schlagen zwei Stunden am Samstag — bei weniger Aufwand für alle Beteiligten und ohne den Konflikt, der entsteht, wenn ein ganzer Nachmittag verplant ist.
| Samstag am Stück | Täglich kurz | |
|---|---|---|
| Zeit pro Woche | 2 Stunden | ca. 1½ Stunden |
| Wiederholungen je Thema | eine | mehrere, mit Abstand |
| Behalten nach zwei Wochen | wenig | deutlich mehr |
| Konfliktpotenzial | hoch | gering |
Der zweite, unbequemere Teil
Geübt werden muss, was nicht sitzt. Kinder üben von selbst am liebsten das, was sie können — es fühlt sich gut an, geht schnell und produziert Erfolgserlebnisse. Wer nicht mitschaut, merkt das erst an der Prüfung.
Das heisst nicht, dass Eltern den Stoff selbst beherrschen müssen. Es heisst, dass irgendjemand — ein Mensch oder ein Programm — nachhält, welche Themen zuletzt schwach waren, und dafür sorgt, dass genau die wiederkommen.
Woran man merkt, dass es funktioniert
- Das Kind kann sagen, worin es gerade schwach ist. Wer das nicht benennen kann, übt vermutlich das Falsche.
- Themen kommen von selbst wieder, ohne dass jemand einen Plan macht.
- Eine Übungseinheit endet, weil sie fertig ist — nicht, weil jemand keine Lust mehr hat.
- Es gibt Tage ohne Üben, und das ist in Ordnung. Eine Vorbereitung ohne Ausnahmen hält nicht durch.
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7 Tage gratis startenUnd wenn gar nichts geht?
Es gibt Wochen, in denen jede Übungseinheit ein Streit ist. Dann ist die richtige Frage nicht, wie man mehr durchsetzt, sondern ob das Ziel noch das gemeinsame ist. Eine Aufnahmeprüfung, die nur die Eltern wollen, wird selten bestanden — und wenn doch, ist sie der Anfang von etwas, nicht das Ende.
Häufige Fragen
Wie viele Minuten pro Tag soll ein Kind für die ZAP üben?
Fünfzehn bis zwanzig Minuten an fünf Tagen der Woche sind eine gute Grössenordnung. Entscheidend ist die Regelmässigkeit, nicht die Dauer der einzelnen Einheit.
Ist es besser, jeden Tag kurz oder einmal lange zu üben?
Jeden Tag kurz. Wiederholung mit Abstand ist der Grund, warum Stoff hängen bleibt; eine lange Einheit ohne Wiederholung ist nach zwei Wochen weitgehend verloren.